Passivhaus Mallorca

Share on facebook
Share on twitter
Share on pinterest
Share on linkedin
Share on xing
Share on pocket
Share on email
Share on whatsapp
Energielabel Niedrigenergiehaus

Passivhaus Mallorca

Ein Passivhaus auf Mallorca zu sehen ist so ähnlich wie eine Nadel im Heuhaufen zu finden. Passivhäuser auf Mallorca bzw. den Balearen sind rar. Aber warum ist das so und was genau unterscheidet ein Passivhaus von einem „konventionellen“ Haus?

Bei einem Passivhaus geht es in erster Linie um die Energieeffizienz. Ein Passivhaus benötigt 75% weniger Heizenergie als ein üblicher Neubau und bis zu 90% weniger Heizenergie als Bestandsimmobilien. Der Grund hierfür liegt in der Dämmung und einer hocheffizienten und auf regenerativer Versorgung ausgelegten Wärmesystemes.

Durch das vorhandene Klima auf Mallorca können Passivhäuser noch effizienter sein als zum Beispiel an Orten mit weniger Sonnenenergie. Mit rund 300 Sonnentage im Jahr ist Mallorca quasi prädestiniert für Niedrigenergiehäuser wie es das Passivhaus ist. Durch die Sonneneinstrahlung als „passive“ Quelle kann der komplette Heizwärme- und noch weiterer Energiebedarf abgedeckt werden.

Was zeichnet ein Passivhaus aus?

Das oberste Ziel eines Passivhauses ist es Energie zu sparen. Höchste Qualität und natürliche Rohstoffe und Baumaterialien zeichnen ein Passivhaus auf Mallorca aus. Der Fokus eines Passivhauses liegt darin, nachhaltig energieeffizientes, umweltfreundliches und gleichzeitig wirtschaftlich zu bauen, ohne auf Wohnkomfort zu verzichten. Im Gegenteil, beim Passivhaus auf Mallorca soll der Wohnkomfort und damit die Lebensqualität, zu welcher auch der gesundheitliche Aspekt gehört, gesteigert werden.

Wärmeverluste durch das Dach, die Außenwände und die Bodenplatte müssen bei einem Niedrigenergiehaus genauso wie die Lüftungswärmeverluste minimiert werden, um den Wärmedurchgangskoeffizient bzw. den U-Wert von max. 0,15 Watt pro Quadratmeter für ein Passivhaus zu erzielen. Auch der Stromverbrauch von elektrischen Geräten muss soweit es geht gesenkt werden. Der Energiebedarf des Gesamten Gebäudes inklusive dem benötigten Haushaltsstrom darf die 60 Kilowattstunde pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr nicht überschreiten. Bei einem Passivhaus auf Mallorca werden somit nicht nur der Energiebedarf für Heizung und Warmwasser betrachtet, nein, der komplette Energieverbrauch des Gebäudes fließt in die Berechnung und Beurteilung eines Passivhauses ein.

Passivhaus Mallorca

Bautechnische Strategien

In einem Passivhaus treffen bautechnische Strategien aufeinander: Zum einen die Wärmedämmung, welche das Ziel hat Wärme bestmöglich in den Innenräumen zu halten und zu isolieren und zum anderen, das Sammeln von Sonnenwärme durch zum Beispiel große Fensterfronten oder Glasdächer auf der südlichen Seite, um von warmer Sonneneinstrahlung zu profitieren.

Die Energiestandards eines Passivhauses dürfen die folgenden Werte nicht überschreiten:

  • Heizenergiebedarf: 15kWh pro Quadratmeter
  • Primärenegiebedarf: 60kWh pro Quadratmeter
  • Luftwechselrate der Gebäudehülle: n50=0,6/h
  • Wärmerückgewinnung aus der Abluft: 75%

Vergleicht man rechnerisch ein Passivhaus mit einem normalen Gebäude kommt man im Durchschnitt was die Heizkosten betrifft bei einem Passivhaus auf ca. einen Euro pro Quadratmeter und Jahr. Beim konventionellen Hausbau liegt man im Vergleich dazu bei ca. vier Euro.

Warum gibt es auf den Balearen so wenig Passivhäuser?

Wie bereits erwähnt werden bei einem Passivhaus umweltfreundliche Baumaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen eingesetzt. Der größte nachwachsende Rohstoff dabei ist Holz. Holz als Grundrohstoff wird industriell verarbeitet um Holzwerkstoffe wie Wandbauplatten, Dämmmatten oder auch Konstruktionsmaterial herzustellen.

Da es auf den Baleareninseln so gut wie keine Forstwirtschaft gibt, kennen die Menschen den Rohstoff Holz als Baumaterial nicht in dem Umfang wie es für die Erbauung eines Passivhauses notwendig wäre. Somit fehlt die Akzeptanz zu den Holzprodukten beim Wohnungs- und Hausbau. Gerade ältere Generationen können mit dem ökologischen und nachhaltigen Hausbau nichts anfangen. Hier steht weiter der langandauernde Bau mit dem Stein-auf-Stein Prinzip im Vordergrund.

Nichts desto trotz erkennt man auch auf den Balearen nach und nach, die Notwendigkeit beim Hausbau Veränderungen zuzulassen. Denn auch auf Mallorca sind Klimawandel und CO2-Ausstoss keine Fremdwörter mehr.

———-

Foto 1: Icon of house energy efficiency rating with green background  by @ Pixinooo / depositphotos.com
Foto 2: Passive house by @ photographyMK / depositphotos.com

Im nächsten Blogbeitrag erklären wir was die wichtigsten Elemente beim Passivhaus darstellen

 

Stefan

Stefan

1 Kommentar zu „Passivhaus Mallorca“

  1. Pingback: Was ein Passivhaus und Niedrigenergiehaus auszeichnet

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Jetzt kostenlosen
Newsletter abonnieren!

Lassen Sie sich mit unserem kostenlosen Newsletter in unregelmäßigen Abständen von News rund ums Thema "ökologisch Bauen" informieren.

Sie können den Newsletter jederzeit und ohne Angabe von Gründen wieder kündigen!